TAMIS 2022 

Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde,

wir sind optimistisch, dass  im Jahr 2022 unser Festival TAMIS wieder stattfinden kann.
Unter der künstlerischen Leitung von Univ-Prof. Felix Koch erwarten wir vom

1. -10. April 2022

spannende Konzerte.
Weitere Informationen zu den Tagen Alter Musik im Saarland 2022 werden in Kürze veröffentlicht.

Rückblick

Tage Alter Musik Im Saarland 2021
"Bach in Köthen - seine glücklichste Zeit" - Abgesagt wegen Corona

Den Programmflyer finden Sie hier.

Der Titel „Fürstlicher Hofkapellmeister“ war zur Zeit Johann Sebastian Bachs wohl das Höchste, was man als Musiker erreichen konnte. Aber nicht nur deshalb waren Bachs Jahre am Köthener Hof die wohl glücklichsten seines Lebens. Dies wollen die „Tage Alter Musik Im Saarland“ vom 19. Mai bis zum 14. Juni 2020 zeigen. Das Festival konzentriert sich ganz auf die Zeit zwischen 1717 und 1723, als der gebürtige Eisenacher Hofkapellmeister zu Köthen war. Da Bach dort keine Kirchenmusik zu verrichten hatte, liegt der Akzent des diesjährigen Festivals auf der weltlichen Musik. Etwa mit den in Köthen entstandenen sechs Brandenburgischen Konzerten, welche unter Mechthild Blaumer und dem SaarLorLux Barockensemble in zwei Konzerten dargeboten werden – standesgemäß im Festsaal des Saarbrücker Schlosses und im Pingussonbau, dem ehemaligen Kultusministerium an der Hohenzollernstraße. Oder mit umfangreicher Musik für Tasteninstrumente, die im Recital „Eine Clavierstunde im Hause Bach“ von Reinhard Siegert auf dem Cembalo und dem Clavichord in der Martinskirche Köllerbach gespielt und erläutert wird. Da Bach immer auch Lehrer und Vorbilder im Blick hatte, gibt es drei Konzerte, welche diesem Hang des sehr historisch denkenden Komponisten nachkommen. So werden Werke von Buxtehude, Böhm und Fresobaldi unter der Leitung von Miriam Grapp in der Schinkelkirche zu hören sein, Werke aus Bachs Chorknabenzeit dagegen in der Basilika St. Wendel mit Adolph Seidels VocArt und Bernhard Stiltz‘ Heavenly Wood. Organist Jörg Abbing lenkt die Aufmerksamkeit in der Saarbrücker Stiftskirche St. Arnual mit dem Recital „Sehnsucht Orgel“ auf Bachs großen Mentor Johann Adam Reincken sowie sein Idol Antonio Vivaldi, steuert aber auch bekannte Orgelwerke von Bach selbst bei, der in Köthen ja ohne Orgel war. Gemäß dem Motto „Akademie für Alte Musik“ kommen im Festival 2020 auch Fortbildung und Information nicht zu kurz. Im Prolog wird Thomas Krämer einen Einführungsvortrag zum Thema „Bach in Köthen – seine glücklichste Zeit“ halten, mit Bildern, Filmen, Dokumenten sowie mit viel Musik. Und zum traditionellen „Förderpreis Alte Musik“ des Saarländischen Rundfunks wird der amtierende Thomaskantor Gotthold Schwarz in einem Meisterkurs drei junge Ensembles schulen, die dann im Konzertfinale mit Geldpreisen bedacht werden. Das Festival mündet in gleich zwei Finalveranstaltungen am 14. Juni: Morgens im Rathausfestsaal mit dem Abschlusskonzert der Dr. Monika Meisch-Stiftung und am Nachmittag mit G. Fr. Händels „Messiah“ in der Saarbrücker Ludwigskirche. Da Bach ein großer Bewunderer Händels war und sich beide Komponisten trotz einer spontanen Kutschenfahrt Bachs von Köthen nach Halle verpassten, haben die Veranstalter das wohl bekannteste und populärste Werk des gebürtigen Hallensers als musikalischen Schlussakzent angesetzt. Dirigent Felix Koch wählte dazu die Urfassung von 1741. Das Oratorium wurde ein Welterfolg, Bach bekam indes davon nichts mehr mit. Die Arbeit als Thomaskantor und Musikdirektor in Leipzig hatte ihn ebenso mürbe wie müde gemacht. Vielleicht wäre er besser in Köthen geblieben.


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